Der SBF-See bescheinigt die gesetzliche Mindestqualifikation, die der Führer eines Sportbootes unter Motor auf Seeschifffahrtsstraßen benötigt. Die Kenntnisse in Navigation und Schiffahrtsrecht, welche für das Befahren von Küsten- und Hochseerevieren erforderlich sind, sind weitaus umfangreicher als sie bei dem Sportbootführerschein See vermittelt werden. Obwohl man z. B. mit diesem Schein die Erlaubnis erhält, in Gezeitenrevieren zu fahren, wird die Gezeitenkunde nicht gelehrt und geprüft. Da zur Führung eines Segelfahrzeugs ohne Motor auf Seeschifffahrtstraßen kein amtlicher Schein vorgeschrieben ist, wird während der SBF-See-Prüfung keine Segeltheorie oder -praxis abgefragt. Tipp: Kreuzfahrten und Schiffsreisen Auch das Thema Seemannschaft wird nur sehr kurz angeschnitten. Auch aus rechtlicher Sicht ist der SBF-See allein meist nicht ausreichend, um als Skipper eine Yacht zu führen, da ein Schiffsführer beispielsweise ein Funkbetriebszeugnis entsprechend der Seefunkanlage an Bord besitzen muss.Der ausschließliche Besitz des SBF-See ohne weitere Qualifikationen kann im Falle eines Unfalls durch das Seeamt als mangelnde Qualifikation bemängelt werden. Das kann weitreichende Auswirkungen beispielsweise bzgl. des Versicherungsschutzes haben.
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